Wiesent (Fränkische Schweiz)

Die Wiesent ist ein Wiesenfluss in der fränkischen Schweiz. Für Paddler ist es dort DER Fluss der Region, da alle anderen Gewässer für den Kanusport gesperrt sind. Leider mit der Nebenwirkung, dass es Wochenenden auch mal zu voll auf dem Wasser werden kann. Trotzdem: EIn Fluss, auf dem man gepaddelt sein muss.

Die meiste Zeit strömt die Wiesent munter vor sich hin, immer wieder gibt es einzelne Abschnitte, bei denen die Schwierigkeiten bis Wildwasser I gehen. Zwischendurch sind aber auch langsame Abschnitte zu finden. Einzelne Schwälle können für ungeübte Paddler etwas herausfordernd sein.

Der Fluss

Die Quelle liegt bei Stadelhofen-Steinfeld an der B22. Die ersten 25 Kilometer bis Plankenfels dürfen nicht befahren werden. Ich empfehle aber, auch die folgenden 13 Kilometer bis Doos auszulassen. Hier gibt es sieben Wehre, die alle umtragen werden müssen. Bei Doos liegt dann der sog. Doos-Katarakt, der ebenfalls nicht befahren werden darf. Die Umtragestrecke ist mehr als 300 Meter lang. Wer also nicht zu häufig und lange Boote schleppen will (es gibt noch genug Gelegenheit dazu), setzt in Doos ein. Dort ist auch ausreichend Parkplatz vorhanden.

Kurz nach der Einsetzstelle verläuft quer durch den Fluss eine Spundwand. Man hält sich sehr weit links und kann dann daran vorbeipaddeln. Rechts geht es nicht weiter, in der Mitte lauern die ersten Kentersteine. Flott geht es um eine Linkskurve in einen langgestreckten Schwall. Der endet nach einer Rechtskurve. Hier hält man sich wieder am linken oder rechten Ufer, in der Mitte ist ein großer, bei gutem Wasserstand weit überspülter und spät zu entdeckender Felsen.

Zwei Kilometer nach dem Start wird am Wehr Schottersmühle links umgetragen. Der Umtrageweg ist durch das Zerren von Plastikbooten über den Boden massiv eingekerbt. Hinweisschilder warnen nun vor einem kräftigen Schwall in einer Kurve kurz nach dem Wiedereinsetzen. Steine liegen im Flussbett, die Strömung drückt in Richtung überhängende Bäume. Also etwas aufpassen und Spaß haben.

Aufpassen gilt es auch am folgenden Wölmer Steg. Der ist definitiv zu flach zum Unterfahren, also vorher links aussetzen und umtragen. Am Wehr Behringersmühle gibt es einen ausgewiesenen Umtrageweg. An der Einsetzstelle nach dem Umtragen könnte man auch eine kürzere Fahrt beginnen. Jetzt sind es ca. 1,5 Flusskilometer bis zur Stempfermühle. Hier hält man sich links im etwas bewegten Wasser, rechts ist eine Sohlrampe. Die Fahrtroute ist gut beschildert.

 

Vom folgenden Steilwehr Sachsenmühle gibt es einige Bilder der Wehrbefahrung. Die müssen aber sehr alt sein, denn meist ist es dazu einfach viel zu trocken und flach. Das Umtragen ist aber auch hier einfach und ausgeschildert.

In vielen Flussbeschreibungen findet man nun das "Naturwehr Baumfurt". Vor einigen Jahren wurde hier umgebaut, dabei wurde diese Stelle erheblich entschärft. Trotzdem dürfte die Kenterquote bei unerfahrenden Paddeln erheblich sein: Es geht in eine enge Rechtskurve, dann wird die Höhe des ehemaligen Wehrs über eine ca. 1,5m hohe schräge Sohlrampe abgebaut. Die Schräge ist etwas verblockt und hat eine ordentliche Strömung. Der Auslauf kann mit der deutlichen Stromzunge ebenfalls noch mal etwas Konzentration am Paddel erfordern. Leider ist das Hochtragen für eine zweite Fahrt wegen fehlender Einsetzmöglichkeiten nicht möglich.

Wir nähern uns nun dem Ort Muggendorf. Auch dieser Ort hat ein Wehr. Theoretisch wäre eine Befahrung möglich, praktisch ist eigentlich meist zu viel Holz im Weg. Also besser umtragen. Kurz nach dem Wehr kommt der offizielle Kanueinstieg für Touren, die in Muggendorf starten oder enden, gleich in der Nähe eines Parkplatzes. Dann schwallt der Fluss fröhlich, aber harmlos vor sich hin und fliesst zügig weiter.

Nächster Punkt: Die enge Durchfahrt am verfallenen Wehr Wöhrmühle. Kurz danach folgt eine Holzbrücke. Ist der Wasserstand höher als normal, kann man hier bei der Anfahrt zum Einstieg mal anhalten und sich die Strömungsverhältnisse anschauen. Denn die können geradewegs auf die Pfosten der Brücke ziehen.

Nun kommen wir nach Streitberg. Nach einer Flussbadestelle folgt ein Wehr. Eine Gasse für Boote ist beschildert und erlaubt die Befahrung. Wer sein Boot nicht sicher beherrscht, trägt hier trotzdem besser um, denn es kann rauh zugehen. Nach einem weiteren kleinen fahrbaren Wehr, dass man eher als kleine Schwelle wahrnimmt, liegt die Ein- und Aussetzstelle. Und danach geht es in einer schmalen und flotten Umleitung um einige Sohlrampen herum.

 

Fast ist die sinnvoll fahrbare Strecke bis Ebermannstadt geschafft. Vorher muss noch mal am Freibad in Rothenbühl umgetragen werden, am besten kurz vor dem Wehr rechts. Danach geht die Fahrt bis unter die Brücke der Ramstertalstraße und ist dann vorbei. Durch Ebermannstadt lohnt es sich wegen der Wehre nicht zu paddeln. Auch danach gibt es mehr als reichlich Umtragemöglichkeiten. Vor der Mündung in die Regnitz ist ein Teil dann sogar überbaut und nicht mehr zu befahren.

GPS-Track


Gesamtstrecke
22.54 km
# Höhe
1 01_Doos 351 m
2 02_Schottersmühle 358 m
3 03_Wölmer Steg 345 m
4 04_Behringersmühle 340 m
5 05_Stempfermühle 344 m
6 06_Sachsenmühle 332 m
7 07_Baumfurt 331 m
8 08_Muggendorf 308 m
9 09_Wöhrmühle 310 m
10 10_Streitberg 304 m
11 11_Rothenbühl 292 m
12 12_Ebermannstadt 294 m
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Kanu, Kajak, Paddeln, Wiesent, Fränkische Schweiz, Doos, Ebermannstadt

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