Salzach

Für meine Rafting-Touren Nr. 16 und 17 hatte ich mir den österreichischen Ort Flachau als Ausgangspunkt ausgesucht. Flachau liegt im Pongau, direkt an der Enns und ist ein typischer Wintersportort: In der Saison steigt die Zahl der Personen im Ort von 2500 Einwohnern auf insgesamt 9000 Personen, außerhalb des Winters ist es hier beschaulich ruhig. Mit einer Ausnahme: Das Adventure Center Flachau (ACF) hat hier seinen Sitz. ACF bietet das "übliche" Actionprogramm für "Outdoor"-Veranstalter dieses Typs an: Rafting, Canyoning, Hochseilgarten, Klettern, Höhlenwanderungen u.a.m. Neben der Canyoningtour durch die Almbachklamm (separater Bericht auf dieser Seite) buchte ich noch eine Raftingtour auf der Salzach, "Riverdance" genannt und eine Fahrt nach Slowenien an die Soca.

Rafting auf der Salzach 2009 

Riverdance auf der Salzach

Nach der eher übersichtlichen Teilnehmerzahl der Canyoningtour am Vormittag (1 Person...) kamen für die gebuchte Rafting-Tour am Nachmittag genügend Teilnehmer zusammen, so dass zwei der großen Gummibusse (Rafts) gefüllt werden konnten. Nach der Ausgabe der Ausrüstung und dem obligatorischen Einkleiden ging es mit den ACF-Bussen zur Einsetzstelle.

Oberhalb der Salzach in Eschenau schloss sich zunächst eine Einweisung ins Wildwasserpaddeln an: Kommandos wurden durchgesprochen, das Verhalten im Notfall (unfreiwilliger Badegang, Bootskenterung) besprochen, die richtige Haltung beim Wildwasserschwimmen geklärt. Dann ging es los: Über einen Steilhang mussten wir erst uns abseilen, dann die Boote entgegennehmen, die quasi von oben "durchgereicht" wurden.

Von Eschenau nach Schwarzach

Die Salzach auf dem rund 10 Kilometer langen Abschnitt zwischen Eschenau und Schwarzach ist ein kalter, sehr schnell fliessender Wildfluss im Schwierigkeitsbereich Wildwasser II bis III, wobei I für leichte Flüsse steht und V die absolute Obergrenze dessen darstellt, was im Ausnahmefall noch von kommerziellen Raftingtouren befahren wird. Lange Schwallstrecken und hohe Wellen kennzeichnen den Fluss.

Rasant und wuchtig wurde es unterwegs, als eine Sohlgleite (eine künstlich angelegte Rampe im Flussbett zur Reduzierung der Fliessgeschwindigkeit) zu passieren war. Staut sich an solchen Stellen das Wasser vorher, geht es dann hinterher um so rasanter die Schräge abwärts. Teilweise war diese mit Felsbrocken durchsetzt und so musste genau gesteuert werden. Es liegt in der Natur der Dinge, dass so etwas in einem kräftigen Schwall mit hohen Wellen endet, bei dem niemand trocken bleibt und alle kräftig zu paddeln haben, um das Boot auf Kurs zu halten.

Schwimmeinlage

Als kleine Einlage legten wir unterwegs noch an einem großen Felsen am Ufer an. Hier konnte man auf selbigen klettern, einen Sprung ins Wildwasser wagen, um dann mit kräftigen Schwimmbewegungen zurück aus dem bewegten Wasser ins ruhige Kehrwasser hinter dem Felsen am Ufer zu kommen.

Und dann war da noch der Ausstieg: Die Besetzung eines Bootes hatte wohl so viel Gefallen an der Tour gefunden, dass sie munter daran vorbeipaddelte. Nach einem knackigen Anlegemanöver musste das Raft dann einen steilen Hang über einen engen Trampelpfad hinaufgewuchtet werden...

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