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Scuba Caribe, Dom. Rep. Maimon

Während meines letzten Urlaubs in der Dominikanischen Republik lernte ich die Tauchbasis von ScubaCaribe im RIU - Hotelkomplex bei Puerto Plata in der Bucht von Maimon kennen und schätzen. Nach einem Reinfall im Jahr 2004 war es angenehm, im Jahr 2006 eine Tauchbasis gefunden zu haben, die zwar keinesfalls mit hohen europäischen Standards (und jenen internationalen Standards renommierter Basen in Ägypten oder auf den Malediven) mithalten kann, aber für landes- und regionstypische Verhältnisse ganz akzeptabel war. Vielleicht spielte es dabei auch eine große Rolle, das der Basisleiter selbst Deutscher war.

Scuba Caribe

Folgen der Veränderung

Richtig: War. Es hat sich seit dem vieles getan. Und so lasse ich auf dieser Seite den alten Bericht aus dem Jahr 2006 in etwas gestraffter Form online, stelle aber diese Aktualisierung vorweg. Die offensichtlichste Neuigkeit ist, dass das bisherige Basisgebäude in einer kleinen ruhigen Bucht an der Seite des Hotels nicht mehr genutzt wird. Es gammelt vor sich hin. In der Bucht ankern noch die beiden Tauchboote, sonst ist dort bis auf ein paar Hütten von Händlern kein Leben mehr.

ScubaCaribe hat eine neue Basis gebaut und betreibt nun das komplette Wassersportcenter des Hotel (Tauchen, Surfen, Tretboote, Kajaks....) in einem viel zu kleinen Gebäude an zentraler Stelle am Hauptstrand. Der deutsche Basisleiter ist seit Ende 2008 nicht mehr an Bord, die Basis ist nun fest in einheimischer Hand.

Ein Tauchgang, nicht mehr

Ein erster Tauchgang dort war erschreckend schlecht organisiert: Nach einer viel zu früh verabredeten Treffzeit um 08:00 Uhr am Morgen und ewigem Warten auf das Tauchboot ging es über den recht rauen Atlantik zu einem Tauchplatz, zu dem es weder einen Namen noch ein Briefing oder sonstige Infos gab. Ab ins Wasser, dem Guide hinterher, nach maximal 45 Minuten raus und mit dem Schnellboot über die Wellen zurückbrettern. So der Ablauf. Was hier gar nicht so gut klang, setzte sich unter Wasser fort: Sichtweiten von rund 2 bis 5 Meter waren normal.

Es sollte im gesamten Tauchurlaub der einzige Tauchgang bleiben: In den Folgetagen wurde das Wetter schlechter, es regnete tagelang. Der Atlantik tobte wild. Verständlich, dass hier niemand tauchen konnte oder wollte. Doch als endlich der Wetterumschwung kam und der Atlantik wieder nahezu spiegelglatt wurde, passierte dennoch nichts: Der einzige Guide der Basis hatte sich wegen des schlechten Wetters erst einmal eine Woche Urlaub genommen, also wurde der Tauchbetrieb kurzerhand unterbrochen. Natürlich liefen die ScubaCaribe-Verkäufer weiter fleissig im ganzen Hotel herum und offerierten die Tauchaktivitäten.

Verkäufer

Stichwort Verkäufer: Sprach man sie auf den erwähnten Umstand an, lächelten sie wissend und meinten nur, "tomorrow" - morgen kann wieder getaucht werden. Täglich gab es die gleiche Antwort. Beim Check-In, beim dem auch gleich ein komplettes Paket gebucht und bezahlt werden musste, entdeckte man dann im Logbuch auch, dass ich vor einiger Zeit einmal einen Nitrox-Kurs gemacht hatte. Man witterte Dollar, und so wurde mir angeboten: Wenn Du in Deinem Urlaub noch vier Spezialkurse (zum Preis von drei Kursen) machen willst, kannst Du Padi Master Scuba Diver werden. Na toll, wollte ich schon immer mal. Ich verzichtete. Eigentlich wollte ich nur tauchen.

In den ersten Tagen, als der Atlantik nicht wunschgemäß mitspielte, versuchte man sich in Kreativität: Man könnte doch auch mal einen Tauchgang im Landesinneren machen. Dort gebe es schöne Seen. Klasse, dachte ich mir, Tauchplätze die Du noch nicht kennst! So meldete ich mich an. Wenig später fiel dem Guide dann ein: Sorry, wir können nicht zum See. Die Basis besitzt gar keine Lampen.

Bleibt nur eines festzuhalten: Die Basis hat in der Organisation nach dem Leiterwechsel massiv abgebaut, es geht sehr chaotisch zu. Ich habe für die Zukunft ein Ziel weniger auf meiner Liste.

Der Bericht aus dem April 2006.

Anfang 2004 erlebte ich zum ersten Mal, was man sich unter Tauchen an der Nordküste der Dominikanischen Republik vorstellte. Obwohl die Bewertung der Tauchbasis Sea Pro Divers die bisher schlechteste ist, die ich verfasst hatte, war ich zwei Jahre später wieder im Norden von Hispanola. Diesmal sollte es jedoch eine andere Basis sein, eine große Kette, die ich bereits aus Mexiko kannte. Es konnte nur besser werden.

Diese Scuba Caribe - Basis ist, wie viele andere Basen dieser Kette auch, einem Hotelkomplex der RIU-Kette angegliedert und ist der externe Vertragsdienstleister für alle Wassersportaktivitäten im Hotel. Das RIU Resort Puerto Plata liegt gut 45 Minuten vom Flughafen entfernt in der Bucht von Maimon und besteht aus drei Hotels. Ganz am Rande des Resorts, in der kleinen, geschützten, namensgebenden Bucht, liegt die Tauchbasis an einem Strandabschnitt.

Check-In

Wie von anderen Scuba Caribe - Basen gewohnt, legt man Brevet, Logbuch und Kreditkarte vor, dann darf man tauchen. Es wird per Vorkasse bezahlt - man sucht sich ein passendes Paket aus, bucht dieses und darf es danach "abtauchen". Es folgt das Ausfüllen der üblichen Formulare, dann ist das Thema "Check In" durch. Checktauchgänge sind nicht vorgesehen. Allerdings wird ohnehin nur in Gruppen unter Führung eines Guides von der Basis getaucht. - Unbegleitetes Tauchen ist hier weder üblich noch möglich. Die Preise sind dabei durchweg im gehobenen Bereich angesiedelt.

Tauchplan

Angeboten werden - zumindest theoretisch - drei Tauchgänge pro Tag: Vormittags trifft man sich um 08:30 an der Basis zu einem so genannten "Two-Tank-Dive", nachmittags um 14:00 Uhr wird ein Einzeltauchgang offeriert. "Two-Tank-Dive" ist typisch amerikanisches Tauchen: Strenge Limits bezüglich Tauchzeiten (45, maximal 50 Minuten, selbst dann, wenn noch mehr als genug Luft in der Flasche übrig ist), Tiefen (Open Water und vergleichbar brevetierte Taucher maximal 18 Meter, darüber maximal 30 Meter. Keine Ausnahmen, auch nicht in Begleitung erfahrender Taucher). Nach dem ersten Tauchgang wird zum Boot zurückgekehrt, die Flasche gewechselt und eventuell noch ein neuer Tauchplatz aufgesucht. Nach spätestens 20-30 Minuten Oberflächenpause folgt dann der nächste, ebenso knapp bemessene Tauchgang. So ein "Two-Tank" - Tauchausflug, für den mit etwas Training häufig auch auch eine Flasche gereicht hätte, wird im gebuchten Paket natürlich mit zwei Tauchgängen abgerechnet.

Vormittags werden drei Mal die Woche im lokalen Bereich um die Bucht von Maimon herum ein bis zwei Tauchplätze aufgesucht. An zwei Tagen stehen Exkursionen nach Sosua auf dem Programm und jeweils einmal pro Woche wird im Bereich des Flughafens bzw. der Bucht von Luperon getaucht. Das Programm steht fest und kann in der Basis und auf der Website eingesehen werden, lediglich witterungsbedingte Änderungen sind möglich.

Die Nachmittagstauchgänge fanden nur bei hoher Nachfrage und ausschließlich im lokalen Bereich rund um die Bucht von Maimon statt. Die Bucht hat kaum lohnenswerte Spots.

Basis im Jahr 2006

Die Basis liegt an einem Strandabschnitt in der Bucht von Maimon auf dem zum RIU - Hotel gehörenden Gelände. Zum Spülen der Ausrüstung stehen zwei viel zu klein dimensionierte Becken zur Verfügung. Die 12l Alu-Flaschen sind in einem guten optischen Zustand und durchgängig mit INT-Anschlüssen ausgestattet. Wer einen eigenen Regler mitbringt, ist gut beraten, einen passenden Adapter im Gepäck zu haben. Gefüllt wird mit rund 190 bar (gemessen an der leicht warmen Flasche).

Zum Zeitpunkt meines Besuches stand die Basis unter deutsch-italienischer Leitung, man zeigte sich stets höflich an den Gästen und nicht nur deren Geld interessiert. Damit liegt die Qualität des Personals über dem anderer Scuba Caribe - Basen. Dies ist sicher ein wesentliches Qualitätsmerkmal.

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