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Ein Geist in Hannover

Wer auf die Geocaching-Karte von Hannover schaut, findet dort seit Ende August 2017 wieder vermehrt Gespenster. Das Geister-Symbol steht für einen virtuellen Geocache: Damit wird ein besonderer Ort markiert, dessen Besuch lohnenswert ist, weil es sich z.B. um eine Sehenswürdigkeit oder besonders beeindruckende Natur handelt. Hier gibt es keine klassische Dose, die zu suchen wäre, sondern nur eine Aufgabe und üblicherweise ein Foto, dass vom Ort zu machen ist, um zu beweisen, dass man vor Ort war. Dann darf man so einen virtuellen Cache loggen.

Der Betreiber der größten Geocaching-Plattform im Internet hat diese Form der Caches bereits vor mehreren Jahren eingestellt. Vorhandene "Virtuals" haben Bestandsschutz, neue können nicht mehr veröffentlicht werden. Der Bestandsschutz gilt, solange sich ein Owner um die Einhaltung der Logbedingungen kümmert. Nun wurde dieser Cachetyp in einem begrenzten Umfang wiederbelebt: Der Plattformbetreiber hat in 63 Ländern insgesamt 4000 Owner von Geocaches und freiwillige Plattformunterstützer (Reviews) nach einem nicht näher erläuterten Algorithmus ausgewählt. Verraten wurde nur, dass es sich um Owner handelt, die die Möglichkeit, einen einzigen "Virtual" zu veröffentlichen, als Belohnung für ihren Einsatz für das weltweite Geocaching-Spiel erhalten.

Bekannt ist inzwischen, dass die Anzahl der Favoritenpunkte eine Rolle bei der Berechnung spielte und das der Betreiber einen nicht einsehbaren Score pro Geocache pflegt. Dieser Score misst u.a. die "Cache-Gesundheit", d.h. wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus, wie zeitnah kümmert sich der Owner um auftretende problemmeldungen und ähnliche Aspekte. Das alles wurde irgendwie in eine Rechenlogik gebracht und soll die 4000 Nutzer mit einem "Dankeschön" auszeichnen, die dabei oben auf dieser Rangliste stehen.

Ich habe aktuell nur drei Caches veröffentlicht: Einen T5-Paddelcache, der nur mit Kanu oder Kajak zu erreichen ist und zwei Wherigo-Caches, die umfassende Spiele sind. So war ich sehr überrascht, als ich eine Mail vom Plattformbetreiber bekam, dass sich einer der ausgewählten 4000 Cacher sei.

Nun konnte ich im August 2017 einen neuen Virtual-Cache veröffentlichen. Der Ort war schnell gefunden, eine Aufgabe musste her, die möglichst nicht vollständig vom Sofa aus zu erledigen ist und ein automatischer Mailresponder, um eingehende Anfragen zur Logfreigabe zu beantworten. Nach zwei Tagen Entwicklung und Test stand die Idee und wurde dann auch als einer der Geister in Hannover sehr schnell veröffentlicht:

Der Name leitet sich zunächst vom Gebäudenamen ab: Es ist das Neue Rathaus in Hannover. Das verrät, dass es noch ein Altes Rathaus gibt. Wer aber glaubt, dass es sich um einen Neubau handelt, der liegt falsch: Das Gebäude des Neues Rathaus wird seit 1913 genutzt. Und so kommt es dazu, dass es eigentlich schon wieder "alt" ist - das "alte Neue Rathaus".

Zur Lösung des Caches sind zwei Fragen zu beantworten und ein Foto zu machen.

Veröffentlicht wurde das Listing am 28. August 2017 als mein aktuell vierter aktiver Cache. Bis Mitte Dezember 2017, also nach nicht ganz vier Monaten, haben 504 Geocacher diesen neuen Virtual besucht und 44 Favoritenpunkte vergeben. Das ist eine Auszeichnung von rund 9% aller Funde, wobei Favoritenpunkte aber nur von einem Teil der Finder - den Premiummitglieder - vergeben werden können, die tatsächliche Rate also höher liegt. Eine bemerkenswerte Zahl, wenn man bedenkt, dass es hier eben nichts zu finden gibt, sondern nur eine kleine Aufgabe zu bewältigen ist. Bei GCVote haben sieben Cacher eine Durchschnittsbewertung von 3,64 von 5 Punkten gegeben. Danke!

Übrigens: Gleich neben an im Maschseepark liegt mein anderer Cache "Was schief gehen kann". Ein Miniadventure als Wherigo mit einer nicht-linearen Handlung und einer nicht ganz gewöhnlichen Dose zum Schluss.

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