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Kommissar Parker

Kommissar Parker ist längst im Ruhestand. Doch es lohnt sich, ihm mal einen Besuch abzustatten.

Ok, wir haben den Kommissar jetzt länger beobachtet. Er geht gerne zu einer Skatrunde mit anderen Ex-Polizisten und spielt genau eine Stunde. Dann ist er zurück in seiner Wohnung. Das Zeitfenster nutzen wir. Wir öffnen die Tür, betreten die Wohnung und...

...Die Tür fällt ins Schloss. Jetzt haben wir ein Problem. Eine Stunde, der Kommissar in Ruhestand ist dann zurück und findet uns hier. Nicht gut. Besser finden wir den Zweitschlüssel zur Tür.

Es eilt: In 60 Minuten fliegt unser Treiben auf!

Eigentlich sind wir aus einem ganz anderen Grund hier: Parker wollte einige Morde aufklären. Vor seiner Pensionierung hat er den oder die Täter nicht gefunden. Nun grübelt er in seiner Freizeit über diesem Rätsel. Eigentlich wollten wir nach Anhaltspunkten zu diesem Fällen in seiner Wohnung suchen. Jetzt ist alles anders.

"Kommissar Parker" ist ein Escape-Room. Diese Teamspiele gibt es jetzt seit einigen Jahren und sie haben die unterschiedlichsten Stories, aber immer ein gleiches Element:

Eine Gruppe von Spielern läßt sich gegen Geld und natürlich freiwillig in einem Raum einschließen. Dann gibt es ein Zeitlimit von meist 60 Minuten, in der eine ganze Reihe von Rätseln zu lösen sind, die zum Schluss zum Schlüssel für den Raum und damit wieder in die Freiheit führen.

"The Key" ist der passende Name dieses Anbieters aus Hannover. Der Standort ist eine ehemalige Filiale einer Bank. Man erzählt sich, dass der Tresor der Bank nach dem Auszug im Gebäude bleiben musste. Ein Ausbau war unmöglich. Und so lockt der Anbieter mit einem Escape-Room "Der Bankraub", der dieses Setting aufgreifen soll. Wir waren neugierig - und mussten vor Ort leider erfahren, dass es am Tresor einen technischen Defekt gab. Die Spielleitung hat uns dann vorgeschlagen, "Kommissar Parker" zu spielen. Da wir alle den Raum noch nicht kannten, haben wir das gerne angenommen.

"Wir", das war in diesem Fall eine Gruppe von vier Personen, alle hatten schon einmal mindestens einen Escape-Room gespielt. Die Spieleranzahl ist angegeben mit zwei bis zwölf Personen, wobei die Gruppe bei mehr als sechs Personen geteilt wird. "The Key" hat den Raum gleich zweimal völlig identisch gebaut. Damit können zwie Gruppen gegeneinander spielen, ohne sich etwas über den Raum und die Rätsel zu verraten. Hier läuft dann nicht nur die Zeit, um alle Rätsel und den befreienden Schlüssel in 60 Minuten zu bekommen, hier läuft dann noch der Druck, schneller als die andere Gruppe zu sein. Mit vier Personen ist der Raum sehr gut spielbar. Bereits bei sechs Personen ist es eine Überlegung wert, sich in zwei teams aufzuteilen, sonst hat vielleicht nicht immer jeder etwas zu tun. Allerdings: Wer die Gruppe sehr klein hält und wirklich mit zwei Spielern startet, sollte schon sehr Escape-Room-Erfahren sein. Die Schwierigkeit ist mit "mittel" angegeben. Von den drei bisher gespielten Räumen - und da war insbesondere "Voodoo" anspruchsvoll, war dies dennoch der schwerste Raum. Das lang wohl auch daran, dass hier so manche Finte verbaut ist.

Zu Beginn stehen wir in dem Raum und vor einem großen Haufen Schlösser. Überhaupt dominieren hier Schlüssel- und Zahlenschlösser deutlich mehr als bei den anderen beiden bisher hier vorgestellten Räumen "Voodoo" und "Piraten". Das heißt nicht, dass die Rätsel dadurch eintönig werden - im Gegenteil, die Stunde ist schneller rum als es uns recht ist - doch es läuft in den meisten Fällen auf das finden von Ziffernkombinationen hinaus. Da hatten die anderen Räume andere Ansätze. Wir stehen hier nicht nur vor einem HAufen Schlösser, wir suchen auch die zugehörigen Haufen Rätsel. Es dauert einen Moment, bis wir einen roten Faden aufgebaut haben. Dann ahnen wir das Geheimnis des Kommissars und finden es schließlich bestätigt. Leider erst nach 62 Minuten und damit nicht mehr rechtzeitig...

Hilfe vom Spielleiter gibt es über einen großen Monitor: Der Raum wird abgeschlossen, der Spielleiter verfolgt das geschehen über Kameras und Mikrofone und kann über den Monitor mit Textnachrichten ins Geschehen eingreifen und Tipps geben. Eine gute Lösung, die wir doch manchesmal brauchen.

Unser Fazit: Zum "Bankraub" kommen wir wieder. Aber der hat die Wertung "schwer". Vielleicht üben wir vorher woanders noch etwas.

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